Online-Seminar
Nitrat im Grundwasser? Ja dann filtert es halt raus!
Seit Jahrzehnten ist zu beobachten, dass anthropogene, also „vom Menschen gemachte“, Inhaltsstoffe im Grundwasser zunehmen und dadurch die Aufbereitung zu Trinkwasser immer komplexer wird. Nitrat im Grundwasser wird zum großen Teil „vom Menschen gemacht. Regional höchst unterschiedlich nehmen Bereiche zu, in denen die erschlossenen Grundwässer den Nitratgrenzwert der Trinkwasserverordnung erreichen oder gar überschreiten. Warum man Nitrat im Trinkwasser nicht haben will und welche Konsequenzen es hätte, Nitrat aus dem geförderten Grundwasser aufbereitungstechnisch zu entfernen, erklärt der Vortrag. Es wird, für viele vielleicht überraschend, postuliert, dass Nitrat in der kleinstrukturierten Wasserversorgungslandschaft Bayerns künftig nahezu nirgends aufbereitungstechnisch entfernt werden wird. Nicht weil es technisch nicht ginge, sondern weil die Konsequenzen zu massiv wären. Nicht die aufbereitungstechnische Entfernung, sondern die Vermeidung des Eintrags von zu viel Nitrat ins Grundwasser muss der Weg sein. Leguminosen können hierbei ein wichtiger Baustein sein, da ihre biologische Stickstofffixierung den Bedarf an mineralischem Stickstoffdünger reduzieren und damit potenzielle Nitratüberschüsse verringern kann. Besonders wirkungsvoll ist ihre Einbindung in gut abgestimmte Fruchtfolgen und in Kombination mit stark stickstoffaufnehmenden Zwischen-, Folge- oder Mischkulturen, um das Risiko von Nitratauswaschungen ins Grundwasser zu reduzieren. Hier ergeben sich viele argumentative Schnittstellen mit der Arbeit der IG Gesunder Boden.
KURZVITA Referent:
Klaus Mitter
Klaus Mitter ist Maschinenbauingenieur mit der Fachrichtung Apparatebau und Verfahrenstechnik und seit vielen Jahren im Bereich der Trinkwasseraufbereitung für die öffentliche Wasserversorgung tätig. Er schloss sein Studium 1993 an der Fachhochschule München ab und begann seine berufliche Laufbahn anschließend als Planungsingenieur für Projekte im Bereich der tiefen Geothermie.
Seit 1994 ist Klaus Mitter im Ingenieurbüro shp tätig. Sein fachlicher Schwerpunkt liegt dort auf der Planung und Umsetzung von Anlagen zur Trinkwasseraufbereitung für die öffentliche Wasserversorgung. Dabei beschäftigt er sich insbesondere mit technischen und verfahrenstechnischen Fragestellungen rund um die Aufbereitung von Rohwasser und die Sicherstellung einer zuverlässigen Trinkwasserqualität.
Seit 2019 ist Klaus Mitter Gesellschafter und Geschäftsführer des Ingenieurbüros shp. In dieser Funktion bringt er seine langjährige Erfahrung in der Verfahrenstechnik, Anlagenplanung und Trinkwasseraufbereitung in Projekte der kommunalen und öffentlichen Wasserversorgung ein.
Referentin:
Juliane Thimet
| Veranstaltungsnr. | 7-84567 |
| Datum | Do 24.09.2026, 19:00 - 20:30 Uhr |
| Ort | online |
| Hinweis: | Mehr Infos zu den anstehenden Vortragsthemen und Referenten findet Ihr hier: https://gesunder-boden.de/webinar-um-7 Der Teilnahme-Link ist bei der jeweiligen Veranstaltung zu finden. |
| Veranstalter | Interessengemeinschaft gesunder Boden e. V. (IGGB) in Kooperation mit der KEB |