Helmbrechts - ein Außenlager vom KZ Flossenbürg

Film, Lesung und Gespräch

Vortrag

Wir zeigen den Film "Helmbrechts - Außenlager des KZ Flossenbürg" verbunden mit einer Vorstellung der Dokumentation "Das Frauenkonzentrations- und Außenlager Helmbrechts - Todesmarsch von Helmbrechts nach Volary CZ/Wallern", die vom Verein gegen das Vergessen e.V. herausgegeben wurde.

Seit vielen Jahren gibt es in Schwarzenbach/Saale die Gedenkstätte "Langer Gang". Die historischen Gründe für diese Gedenkstätte haben sich zeitlich gegen Ende des Zweiten Weltkriegs ereignet: im Jahr 1944 wurde in Helmbrechts ein Konzentrationslager errichtet, in dem Frauen untergebracht waren, die für die Rüstungsindustrie arbeiten mussten. In zwei Schichten für je zwölf Stunden marschierten sie morgens und abends durch die Kleinstadt Helmbrechts zu ihrer Arbeitsstätte. Im Januar 1945 verschlechterte sich ihre Lage dramatisch: 600 Jüdinnen kamen ins Lager, die zu Fuß aus Grünberg in Schlesien nach Helmbrechts getrieben worden waren. Sie wurden noch sehr viel schlechter versorgt als die Frauen, die für den Kriegsbetrieb arbeiten mussten. Am 13. April 1945 sollte das Lager aufgelöst werden; die Amerikaner befanden sich bereits kurz vor Hof. Etwa 1170 Frauen wurden auf einen Marsch geschickt, der für viele das Todesurteil bedeutete. Hunderte solcher Märsche zogen damals kreuz und quer durch Deutschland; auch durch unsere Gegend. Der Marsch von Helmbrechts ins tschechische Volary ist einer der am besten erforschte sogenannte "Todesmarsch". Der Helmbrechtser Klaus Rauh hat viele Details, Fotos und Berichte zusammengetragen; bereits als Gymnasiast schrieb er aufgrund von Hinweisen von Verwandten und Beobachtern seine Facharbeit zu diesem Thema. Die Berichte wurden zusammengefasst und überarbeitet; es entstand eine neue Dokumentation mit Bildern und Grafiken. Auch die juristische Aufarbeitung wird dargestellt.
Weitere Infos auch unter www.schwarzenbach-saale.de/langer-gang

Referentin:

Nanne Wienands, Hofer Bündnis, Gedenkstätte Langer Gang in Schwarzenbach a.d. Saale, im Vorstand der Allianz gegen Rechtsextremismus in der Metropolregion Nürnberg

Datum So 26.01.2020, 16:00 Uhr
Ort Arzberg, Bergbräu-Pferdestall, Humboldtstraße 4
Gebühr Eintritt frei!
Veranstalter Runder Tisch für Demokratie und Toleranz in Arzberg und KEB Wunsiedel in Kooperation mit AWO-Ortsvereinen und SPD Arzberg und Thiersheim, Evang. Kirchengemeinde, SPD und UPW Arzberg, DGB Region Oberfranken und der Projektstelle gegen Rechtsextremismus in Bad Alexandersbad

Hinweis: Die Veranstaltenden behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen und Personen, die rechtsextremen Parteien oder Organisationen angehören, der rechtsextremen Szene zuzuordnen sind oder bereits in der Vergangenheit durch rassistische, nationalistische, antisemitische oder sonstige menschenverachtenden Äußerungen in Erscheinung getreten sind, den Zutritt zur Veranstaltung zu verwehren oder von dieser auszuschließen.

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