Totentanz im Fichtelgebirge - der Schwarze Tod in der Regionalgeschichte

Vortrag

Die Pest gilt bis heute als eine der katastrophalsten Seuchen unserer Vergangenheit und forderte in ganz Europa Millionen von Opfern. Auf der Suche nach den Gründen für den Ausbruch der Krankheit schreckte man nicht davor zurück, "Andersgläubige" zur Verantwortung zu ziehen, um damit das angebliche Strafgericht Gottes aufzuschieben. Auch im Fichtelgebirge griff in jener Zeit der Aberglauben von Neuem um sich: Pesthäuche sollten eingemauert werden, Himmelsbriefe Schutz vor den Miasmen gewähren und Bannsprüche den Tod am Betreten des Hauses hindern. Auf der Suche nach den historischen Hintergründen und den Folgen der Seuche bietet der Vortrag demnach auch eine Gesellschaftsgeschichte der Region.

Referent:

Adrian Roßner, Historiker, Kreisarchivpfleger im Landkreis Hof, Referent für Heimat- und Brauchtumspflege

Datum Mo 07.11.2022, 20:00 Uhr
Ort Marktredwitz, Pfarrheim Herz Jesu, Friedensplatz 3
Gebühr kostenfrei
Veranstalter Kolpingfamilie Marktredwitz
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