FAMILIENTEAM

Pressebericht vom Abschluss des ersten Familienteam-Kurses

Heidemarie Schünzel und Elke Pinkert beim Gruppengespräch und Rollenspiel mit den Eltern

"Wie ein Handwerkskoffer mit praktischer Anleitung"
- Elterntraining nach der "Familienteam"-Methode" -

Was ich hier gelernt habe, steht in keinem Buch!" - so das Resümee einer Teilnehmerin am "Familienteam"- Kurs in Markredwitz, der nach acht Treffen soeben zu Ende gegangen ist. Zum ersten Mal hatte die Katholische Erwachsenenbildung (KEB) im Landkreis Wunsiedel diese jüngst an der Universität München entwickelte Form von "Elterntraining" als praxisorientierten Kurs angeboten.

In insgesamt 24 "Trainingsstunden" brachten die Fachfrauen Elke Pinkert aus Tirschenreuth (Diplom- Sozialpädagogin und Familientherapeutin) und Heidemarie Schünzel aus Arzberg (Diplom-Psychologin), die beide auch speziell als Familienteam-Trainerinnen ausgebildet sind, den Kursteilnehmern das Konzept einer erfolgreichen Erziehung nahe: Wie als Grundlage einer Pyramide steht ganz am Anfang das "Vorbild sein" der Eltern selbst. Mit den Oberbegriffen "Die Beziehung pflegen", "Problemen vorbeugen" verjüngt sich diese Pyramide nach oben und schließt mit dem eher kleinen Bereich "Konflikte angehen". Und das, so eine andere Teilnehmerin, sei das Verblüffende für sie gewesen. Sobald sie selber gezielt darauf geachtet hätte, ihrem Kind Vorbild zu sein, seien die tatsächlichen Konflikte wie von selbst weniger geworden.

Damit unterscheidet sich, wie schon der Name sagt, das "Familienteam" ganz wesentlich von den Methoden diverser TV-"Supernannys", bei denen es im Grunde immer nur darum geht, das Kind in die gewünschten Verhaltensmuster zu pressen. Nicht das Kind ist im Familienteam der Feind, sondern Eltern und Kind gehören positiv zusammen und gehen gemeinsam an ein Problem heran. Ein zutiefst menschlicher Ansatz also, der auch die Gefühle des Kindes respektiert und notwendige Grenzen auf der Grundlage gegenseitiger Achtung und Liebe durchzusetzen hilft.

Beeindruckt haben beim Erlernen dieser Methode die Eltern vor allem die praktischen Übungen, wie die vielen Rollenspiele, bei denen die Erwachsenen auch immer wieder das Kind darstellen mussten - womit oft das Verständnis für den Nachwuchs sprunghaft stieg.

Das Prinzip einer "Tandempartnerin" oder eines "Tandempartners" sieht vor, dass jeweils zwei Teilnehmer(innen) auch außerhalb des Kurses unter der Woche Verbindung halten und das Gelernte in konkreten Situationen besprechen.

Am Ende des "Elterntrainings" fühlen sich alle bestens ausgerüstet für den Familienalltag - sie haben wirkungsvolle Strategien an der Hand und gehen kompetent mit Konfliktpotential um. Empfehlenswert sei so etwas für alle Eltern, so die einhellige Meinung von Teilnehmer(innen) und Leiterinnen, ganz bestimmt nicht nur für solche, denen die familiären Probleme bereits über den Kopf wachsen. "Ein Handwerkskoffer für Eltern, die ohnehin schon das Beste für ihr Kind wollen" werde hier überreicht, so Elke Pinkert. "Das ist wie ein Eltern-Führerschein", ergänzt eine Teilnehmerin, "und ich würde jedem raten, den zu machen!"

 

Weitere Infos zum Familienteam

Ausführliche Informationen zum Projekt Familienteam finden Sie entweder bei den zentralen Veranstaltungen oder auf der Homepage der KEB im Bistum Regensburg www.keb-regensburg.de